Der Geburtvorbereitungskurs

Eben hat mich mein liebes Frauchen daran erinnert, daß ich noch vom Kurs erzählen sollte 🙂 also gut …

Wir hatten uns bereits im 1. Trimester zu einem Intensiv-Geburtsvorbereitungskurs inkl. Partner angemeldet, welcher 2x 8Std (am WE) ging.  Dieser Kurs wurde von den Krankenhaus-Hebammen durchgeführt, in welchem wir auch entbinden möchten. Vorteil dadurch, man kennt schon mindestens eine Hebamme 🙂 

Es kam also der Tag… Etwas aufgeregt waren wir, denn zum einen ist ja alles neu und zum anderen weiß man ja nie wie die „anderen“ so reagieren auf ein Frauenpaar.  

Es waren insgesamt 10 Paare und wir das einzigste Frauenpaar, dementsprechend waren anfangs auch etwas fragende Blicke aber nach der Vorstellrunde legte sich alles. Von der Hebamme waren wir positiv überrascht, sie strahlte Kompetenz aus und war in meinem Alter. Wir fühlten uns mit ihr super beraten, einfach toll. Von Stunde zu Stunde wurde uns immer mehr die Angst vor der Geburt genommen! Auch auf uns als Frauenpaar hat sie Rücksicht genommen, weil sie meistens vom Geburtsbegleiter sprach, hin und wieder rutschte ihr zwar der „Vater“ heraus, aber das nahm ich ihr nicht übel. Es ist eben einfach noch nicht so „alltäglich“. Auch hatte sie uns erzählt, daß sie und das Hebammenteam schon einige Frauenpaare entbunden haben und wir uns keine Gedanken machen sollen, daß uns irgendeine „anstarrt“. 

Wir hoffen nun, daß wir bei ihr entbinden… Mal schauen… Sie hat bald Urlaub… Und es tickt die Uhr… Vermutlich 1-2 Wochen bis zu unserem Wunder!!! 

 Ich/wir sind froh am Kurs teilgenommen zu haben und können so einen Kurs jedem Paar, egal ob Hetero oder Homo sehr empfehlen! 

Die Partnergebühr betrug knapp 80 Eur und meine Krankenkasse (AOK BW) hat mir diese ohne Theater erstattet. 

Den nächsten Blog gibt’s von der Geburt, drückt uns die Daumen 🙂 

2. Trimester 

Im März startete die Familie gesund in das 2. Trimester 🙂 

Ab jetzt war unser Fehlgeburtsrisiko stark gesunken… jetzt freuten wir uns richtig !!!! 

Wir bekommen ein Baby!!! 

  

Wir verschlungen Internetbeiträge und Bücher zum Thema Schwangerschaft. Es war alles so aufregend und neu für uns. 

Endlich erzählten wir es auch engen Freunden. Diese hatten wir noch gar nicht in unsere Kinderwunschgedanken eingeweiht, weil wir erst die kritische Zeit abwarten wollten. Alle freuten sich 🙂  

Natürlich blieben aber die Fragen „Wie, Wo“ nicht aus… allerdings wurde es mit der Zeit auch etwas „nervig“, jedesmal alles neu zu erzählen… Ja wir wissen, daß sich die meisten Leute, da nur auskennen, wenn man solche Pläne hat. Hier kam nun die Idee mit diesem Blog auf 😀 

Wir waren erleichtert, endlich unser freudiges Geheimnis teilen zu können. 

Für Ostern planten wir es meinen Geschwistern zu sagen und so eiferte ich Ostern entgegen. 

Ich überlegte wie wir von der Schwangerschaft berichten… Erst waren T-Shirts mit Tante/Onkel 2015 in Überlegung, aber das wäre komisch gewesen, denn sie sind ja alle schon mehrfach Onkel/Tante und es wäre ja dann ungerecht gegenüber den anderen Neffen/Nichten… Wie wenn unser Kind was „Besseres“ wäre als die bereits Vorhandenen. Fand den Gedanken daran nicht passend. 

Wir beschlossen es mit einer Karte zu „sagen“… 

Und zwar das Bild des Schwangerschaftstests vorne und hinten einen Text… Gesagt, getan… 

Im Text stand: „Wir wünschen schöne Ostern, (unsere Namen) und ???“, das Bild wurde so in den Umschlag gelegt, daß automatisch zuerst der Text zu sehen war und so lasen sie… Beim Fragezeichen angekommen, stiegen auch bei Ihnen wortwörtlich die Fragezeichen empor 😀  als wir nichts dazu sagten, drehten sie intuitiv die Karte um und sahen das Bild des Tests … Und auch hier gingen wieder die Fragen los, nach der Erklärung kam dann die Freude der/des künftigen Tante/Onkels 🙂

Und die Idee vom Blog vertiefte sich 😉 

Die mittlere Schwester meinte zu mir „du wirst Papa, du wirst Papa“, mir ging das so gegen den Zeiger! Und ich sagte „So ein ….  Geschwätz! Nein! Ich werde nicht Papa!“ Ich bin die Co-Mutter!“ 

Meine Güte, wie mich dieses typische Hetengelabere annervt!  Genauso wie „wer ist denn Mann und wer ist Frau?“ Äh, wir sind beides zwei Frauen ?! Auch wenn ich maskuliner bin… Es geht auch ganz ohne Eure vorfertigten Rollen! Wenn ich ein Mann sein wollte, könnte ich mich operieren lassen, aber warum sollte ich!? 

Die ältere Schwester meinte „oh aber nicht dass der Vater dann doch Kontakt will“… Wir versicherten, daß das nicht der Fall sein wird, denn das ist geklärt, zudem ist es nicht der Vater, sondern nur der Erzeuger! Darauf hin kam dann „das hab ich schon bei anderen gehört“… Nachdem uns das schon total auf die Nerven ging, fragte ich nur „echt, wieviele lesbische Paare kennst Du denn, die das auch so machten?“, mit dieser Frage war die Diskussion dann beendet, denn es gab keine anderen Lesben, die sie kannte und die, die Siefkindadoption achten… Das Kommentar meines Bruder „dann seid ihr ja nun voll trendy“ … 😀 

Wir schweifen vom Thema ab… Also zurück zu den wichtigeren Dingen… Unserem Baby 🙂 

Dem restlichen Umfeld wie zB Kollegen, weiteren Familienmitgliedern erzählten wir noch nichts. „Die werden es dann schon noch mitbekommen“, dachten wir uns. Ein paar Auserwählten erzählte ich davon. 

Wir fiebern nun erstmal unserer 2. Ultraschall-Untersuchung am 15.04. bei einer hoffentlich kompetenten Ärztin entgegen 🙂  

Und am 24.4. dem Notartermin, in dem ein Schreiben aufgesetzt wird, daß unser Bienchen die Vaterschaft ablehnt und die spätere Stiefkindadoption (erst nach Geburt möglich) durch mich „erlaubt“. Das ist wichtig, denn seit März (also brandneu) gibt es Familiengerichte, die Adoptionen – wenn „anonyme Spender“ angegeben werden, ablehnen.  

 Aber unsere Meinung dazu kennt ihr ja – selbstverständlich darf das Kind seine Wurzeln kennen lernen! Und darf darf gerne auch amtlich festgehalten werden.

Auch hier bestätigt sich, daß wir ein tolles Bienchen haben, denn er willigte gleich ein, obwohl wir ja ursprünglich gegenüber den Behörden ausgemacht hatten, ihn als „anonym“ zu nennen. Aber die Gesetze ändern sich… Und es bringt keinem etwas, wenn das spätere Verfahren dadurch verlängert wird. 

Zudem wollen wir auch eine Generalvollmacht aufsetzen, in der geregelt wird, daß unser Baby bei mir bleibt, sollte meiner Frau was zustoßen und die Adoption ist noch nicht erledigt. 

Ich gehe erkläre in einem extra Beitrag die Stiefkindadoption. 

Update folgt 🙂 

2. Ultraschalluntersuchung 
Endlich hatten wir unseren Arzttermine und alles ist gut 🙂  unser Baby ist etwas schüchtern und wollte sich nicht so zeigen, so daß bisher der Verdacht besteht, daß es ein Mädchen ist… Aber wer weiß 😉 

Ein Bild auf dem das Köpfchen schön drauf ist, haben wir leider nicht, in dem Moment als die Ärztin abdrückte drehte es sich weg.

Aber wir haben einen kleinen Käsefuß 😀

  Der Fuß ist unten zu sehen, wir sehen quasi die Fußsohle. Das Runde ist eine Pobacke… 

Nachdem alles ok ist, fällt uns nun ein Stein vom Herzen 🙂

Bergfest 

Juhu ab nun wird rückwärts gezählt, wir haben die Hälfte hinter uns 🙂 

Hier ein Bild von unserer (vermutlichen) Tochter in der 23. SSW 

 

Zur Feier des Tages haben wir das Kinderzimmer bestellt… Dies hat 8 Wochen Lieferzeit und da wir im Juni mit dem Einrichten beginnen möchten, passt das ganz gut 🙂

Wir freuen uns!!! 🙂