3. Trimester 

jippieeee… Wie lange haben wir auf diesen Zeitraum gewartet 😊 

Aus dem Gröbsten sind wir nun draußen und es läuft bisher alles perfekt! Meiner Frau geht es soweit gut, hin und wieder ein Ziehen und beim Gehen ist sie etwas langsamer… Zuckertest war auch negativ. Und Baby strampelt kräftig – wir sind guter Hoffnung.

Namenssuche

Die Namenssuche ist auch im Gange und wir haben immer mal wieder Favoriten, verwerfen die dann wieder, weil es die Namen bereits zur Genüge gibt- man möchte ja auch nicht unbedingt einen Namen den jedes 2.Kind auch hat… 

Kinderzimmer

Unser Kinderzimmer ist nun auch fertig eingerichtet – hoffentlich gefällt es Baby und es kann gut schlafen 😉 

  
        

Stiefkindadoption

Auf die im 2. Trimester beim Notar in Auftrag gegebenen Unterlagen für die Unterhalts/Sorgerechtsbefreiung unseres Spenders warten wir noch, laut Telefonanruf sollten diese aber demnächst eintreffen. Mehr können wir dann erstmal nicht tun, der Rest bzw die eigentliche Stiefkindadoption ist dann erst ein paar Wochen nach Geburt möglich – leider! Eigentlich hätte man nun genug Zeit um das Ganze gerichtlich festzulegen, damit bis zur Geburt alles erledigt ist… Aber tja unsere Behörden bzw. Gesetze! 

Sonstiges

Meine Frau arbeitet nun noch bis Anfang August und dann ist Mutterschutz 😊

Bis dahin machen wir noch ein paar Verwandschaftsbesuche und auch ein letzter Ultraschall steht an. Wobei wir im August noch einen „Selbstzahler“ Ultraschall möchten… 

Das sind erstmal die Neuigkeiten von uns 3en 😊
Update August 2015

Jippie … nun sind es tatsächlich nur noch wenige Wochen (2-3) bis wir unser Glück in den Armen halten dürfen… 

Beim letzten Ultraschall war alles ok. Baby in Schlüpfposition 🙂 

  
Einen Gipsabdruck wir in der 38.SSW gemacht. Der Rohe oben wird, wenn er trocken ist noch von mir angeschliffen, damit alles schön glatt ist.

Meiner Frau geht es auch noch immer recht gut, sie hat eine sehr angenehme Schwangerschaft, außer lästiges Sodbrennen & die Müdigkeit kaum Beschwerden. 

Wir lesen uns im nächsten Kapitel, wenn ich von der Geburt berichte 🙂 

Die Spendersuche

Nachdem wir uns dazu entschlossen hatten unseren Kinderwunsch erstmal selbst in die Hand zu nehmen, ging es auch hier wieder ans Überlegen.
Wie, wer, wo … 

Wir stöberten viel auf der dänischen Samenbankseite, studierten Erfahrungsberichte und informierten uns bei Regenbogenfamilien, die bereits erfolgreich waren. 

Zudem schauten wir uns auch auf Kinderwunschseiten (wunschkind4you usw.) um, bei denen Männer ihre Hilfe anboten und nach Postleitzahl sortierbar waren. Die Männer hatten Profile auf denen Beschreibungen zu Ihnen waren, Beweggründe zum Spenden, Gesundheitszeugnisse, Vorstellungen über die Durchführung der Spende usw. 

Leider tummeln sich auf solchen Seiten auch „schwarze Schafe“ die versuchen auf diese Weise zu Sex zu kommen! Es ist also Vorsicht geboten. Man erkennt diese Männer aber meist an der Angabe zum Durchführungswunsch der Spende „auf natürliche Art“ und wenn dann der Nickname auch noch „Stuttgarter Hengst“ lautet, dann sollte man nicht wirklich denken, dieser Mann tut es aus Nächstenliebe… 

Wobei für uns die natürliche Art von vornherein ausschied- das Kind sollte nicht aufgrund von Sex mit jemand anderem entstehen. 

Auf der oben genannte Seite waren auch einige Schwule zu finden, die gerne eine Art Patchworkfamilie gründen wollten. Männer mit Kinderwunsch haben es ja noch viel schwerer! Für mich wäre so eine Konstellation vorstellbar gewesen, denn welches Kind kann schon sagen zwei Papas und zwei Mamas zu haben ?! 🙂 und zudem würde so etwas auch „doppelte“ Sicherheit bedeuten fürs Kind. Außerdem hätten beide Seiten ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt bekommen… Für meine Frau war das allerdings kein so leichter Gedanke – wer teilt schon gerne 😉  somit war die Patchworkfamilie auch nicht das Richtige für uns, denn es sollten sich ja beide Partner damit wohlfühlen.

Ganz wichtiges Thema war auch hier für uns, ob der Spender später bereit wäre das Kind kennen zu lernen, sofern der Wunsch vom Kind aufkommt. 

Im Endeffekt war es dann ein Kandidat von der dänischen Samenbank und einer von der privaten Spenderseite, welche unseren Ansprüchen genügten. Wenn man es sich schon zusammenstellen kann, dann möchte man schließlich die besten Gene 🙂  Aber irgendwie waren wir trotz allem nicht zufrieden, weil beide Varianten Pro&Contra hatten. Und im Endeffekt kann jeder in seine Beschreibung, tolle Dinge schreiben die evtl. gar nicht zutreffen!

Sollte unser Kind später seinen Spender kennenlernen wollen, möchten wir uns nicht schämen für ihn!

Und nun? 

Ich hatte bereits längere Zeit vor unserer Spendersuche den Gedanken mich mal im Freundeskreis umzuhören… Denn auch hier gab es Männer, von denen wir überzeugt waren. Überzeugt im Sinne vom Charakter, Aussehen, Lebensstil… 

Groß, gebildet, gutaussehend, intelligent, freundlich, treu… JA – es gibt sie noch 😉 

Einen Mann von unseren Freunden hatten wir somit ins Auge geschlossen, es war ein langjähriger Freund von mir.  Aber wie fragt man denn jemanden, der null mit so etwas rechnet??? Wie fängt man an??? Wie reagiert er??? 

Tja es half alles nichts, wenn wir unseren Kinderwunsch näher kommen wollen, dann muss ich mich überwinden ihn zu fragen! 

Nachdem ich nicht die große Rednerin bin, entschloss ich mich das Ganze mit einem Messenger zu starten… 

Leicht errötet begann ich also zu tippen…

 Ich erklärte ihm die Sache mit den Blumen und Bienen 😄 und daß meine Frau und ich ja zwei Blumen sind… Und uns die Biene fehlt… Er schlug dann vor, dass er mal vorbei kommt und mit uns redet. 

Hoffnung kam auf

Aufgeregt blickten wir unserem Treffen entgegen. Und dann kam der Abend im September. 

Wir redeten über die Vorstellung meiner Frau und mir, daß wir keine Vaterrolle von ihm möchten und natürlich auch keine Kosten auf ihn zukommen. Es gibt im Internet Vordrucke, die dem Spender Sicherheit bringen sollen… Allerdings ist dies nicht Gerichtsfest und so erklärte ich ihm, daß seine Hilfe eine große Vertrauenssache wäre. 

Das Vertrauen ist jedoch nicht nur von seiner Seite nötig, sondern auch von meiner. Denn was ist, wenn sich plötzlich Vatergefühle entwickeln? Ich bin doch dann nur die Partnerin und habe biologisch nichts mit dem Kind gemeinsam! 

Ich erzählte ihm auch, daß ich als Partnerin das Kind adoptieren möchte und wir ihn beim Familiengericht „anonym“ behandeln (aktuelles Gerichtsurteil von März 2015, dies ist nun nicht mehr möglich!), damit er auf jeden Fall sicher ist. Auch seine Sichtweise zum späteren Kindskontakt besprachen wir und er war einer Meinung mit uns und stimmte zu, daß das Kind ihn gerne als Erzeuger kennenlernen dürfe, wenn das Kind es möchte. Als Freund der Familie würden sich die beiden sowieso später kennen. 

Auch über die Durchführung der Heiminsemination redeten wir und daß er dann während des Eisprungs ein bis zweimal vorbei kommen müßte. 

Wir beschlossen, dass er sich das Ganze in Ruhe bis zum Ende des Monats überlegen soll. Falls er uns helfen würde, könnten wir dann im Oktober starten. 

Das Warten auf seine Entscheidung war sehr belastend. Für uns ging es um unseren Kinderwunsch. 

Nach zwei Wochen kam er dann nochmals vorbei und stimmte unserem Vorhaben zu.

Hurra! Wir haben unsere Biene 😉 

Wir besprachen nun etwas mehr Details z.B. daß er einen Gesundheitstest macht um Krankheiten auszuschließen. Auch wann vermutlich der nächste Eisprung wäre, damit er schauen kann wie er arbeiten muß. 

Nun besorgten wir uns im Internet noch Ovolationstests, als Ergänzung für die Zyklus-App, damit wir zur richtigen Zeit „starten“. Hierzu ist zu sagen, daß uns die billigen Tests (AIDE) voll und ganz genügten. 

Zyklusmonitor von Clearblue&co. sind bei einem regelmäßigem Zyklus unnötig! Aber mit Kinderwunsch lässt sich eben gut Geld machen…